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Telematik Infrastruktur

ePA – Die elektronische Patientenakte

Ab 2021 können gesetzlich Versicherte mit der ePA ihre Gesundheitsdaten in einer Art digitalem Patientenbuch speichern. Die Nutzung der ePA ist freiwillig und nur die Versicherten selbst entscheiden, welche Dokumente in der ePA gespeichert werden und wer Zugriff darauf erhält. Ob überhaupt eine ePA angelegt wird, entscheidet der Patient alleine.
 
 

 
Nach dem Notfalldatenmanagement (NFDM) und dem elektronische Medikationsplan (eMP) folgt die elektronische Patientenakte (ePA) als weitere medizinische Anwendung der Telematikinfrastruktur. Dafür sind kostenpflichtige Erweiterungen der Konnektor-Software und dem PsyPrax32-Programm notwendig, die Sie von Ihrer KV erstattet bekommen.

Ab der Konnektor-Version 4.1.3 sind die notwendigen Anpassungen umgesetzt, im PsyPrax-Programm ab der Version 3.8.2.

Der eHBA/ePtA kann über unser Partnerportal medisign bestellt werden.

Sollten Sie weitere Fragen über die unten stehenden Fragen hinaus haben, richten Sie Ihre Anfrage bitte an ehealth@psyprax.de

 
Fragen zur notwendigen Technik, Bestellung, Verfügbarkeit

  1. Drei Bausteine sind für die ePA notwendig:
    • mind. einen PTV4 – Konnektor, das heißt einen Konnektor mit ePA-Software-Update und Lizenzfreischaltung.
    • einen elektronischen Heilberufeausweis, mit dem Sie signieren können.
    Die notwendigen Anpassungen im Programm werden Ihnen automatisch zur Verfügung gestellt.

  2. Nein. Die ePA-Inhalte werden über die bestehenden Verbindungen von PsyPrax32 und dem Konnektor abgerufen.
  3. Für das NFDM und den eMP kann je nach Anzahl der Betriebsstättenfälle ein zusätzliches Gerät beantragt werden. Ob das für die ePA auch möglich ist, klären Sie bitte mit Ihrer KV.
  4. In der Finanzierungsvereinbarung der KBV (externer Link) sind folgende Pauschalen festgelegt:

    • 400 Euro einmalig für das Upgrade zum ePA-Konnektor (PTV4), 250 Euro einmalig für das Upgrade zum ePA-Konnektor (PTV5)
    • 350 Euro einmalig für die PVS-Anpassung
    • 8,92 Euro für die laufenden Betriebskosten (pro Monat)

  5. Die Patient:innen haben ein gesetzliches Recht darauf, dass Sie auf deren Wunsch Inhalte in die ePA einstellen. Sie können hier in einem gemeinsamen Gespräch ausloten, ob die gewünschten Inhalte sinnvoll in der ePA abzulegen sind, vielleicht welchen Mehrwert die Patient:innen darin sehen. Welche Konsequenzen eine Eskalation des Sachverhalts haben kann, beprechen Sie bitte mit Ihrer Kammer und/oder Ihrer KV, da wir hier keine Rechtsberatung anbieten können.
  6. Wenn Sie über unser Partnerportal medisign bestellen, finden Sie unter dem Menüpunkt Informationen zur Bestellung bei Schritt 2 ein Erkärvideo und eine Anleitung. Im medisign-Supportcenter (externer Link) finden Sie weitere Hilfestellungen.
  7. Dazu haben wir Ihnen diese Anleitung vorbereitet.
  8. Die Ausweispflicht betrifft alle niedergelassenen Psychotherapeut*innen mit einem Kassensitz, ermächtigte Psychotherapeut*innen oder auch Sicherstellungsassistent*innen. Sie gilt für Psychotherapeut*innen unabhängig davon, ob Sie in einer Praxisgemeinschaft oder Berufsausübungsgemeinschaft, als Angestellte in einer Praxis, in einer Jobsharing-Partnerschaft oder in einem Medizinischen Versorgungszentrum arbeiten.

    Für Psychotherapeut*innen in einer Privatpraxis besteht keine Ausweispflicht. Sie benötigen einen ePtA nur, wenn Sie auch die Telematikinfrastruktur nutzen wollen.

    Ob Angestellte in Krankenhäusern einen ePtA benötigen, hängt von dem jeweiligen Krankenhaus ab und muss bei der Krankenhausleitung erfragt werden.

    Einen ePtA können nur approbierte Psychotherapeut*innen beantragen, Psychotherapeut*innen in Ausbildung dagegen nicht.

    Quelle: Psychotherapeutenkammer Niedersachsen (externer Link)

  9.  
    Fragen zur elektronischen Patientenakte

    1. Das entscheidet jeder Versicherte selbst.

      Es wird beispielsweise möglich sein, Röntgenbilder oder Arztberichte in der ePA abzulegen, aber auch Blutwerte, Informationen zu Allergien, Impfungen, Medikation und Vorbehandlungen.

       

    2. Erstmal nur der Versicherte selbst. Zudem kann der Versicherte Ärzten und Psychotherapeuten eine zeitlich begrenzte Zugriffsberechtigung auf seine ePA gewähren.

      Zum Erteilen eines zeitlich limitierten Zugriffsrechts wird die elektronische Gesundheitskarte des Versicherten eingelesen, und der Versicherte muss seine persönliche Geheimzahl am Kartenlesegerät der Praxis eingeben. Behandler können dadurch zunächst nur gemeinsam mit dem Versicherten und nach expliziter Freigabe vom Versicherten auf die ePA zugreifen.

      Wie lange das Zugriffsrecht gilt, ist vom Versicherten festlegbar. Der Zugriff kann beispielsweise für einen Tag, oder gerade bei einer längerfristigen Behandlung auch für einen längeren Zeitraum wie ein Jahr erteilt werden. Das zeitlich begrenzte Zugriffsrecht kann vom Versicherten jederzeit widerrufen werden, beispielsweise unter Verwendung einer eigens für die ePA bereitgestellten App.

      In Zukunft können Versicherte auch anderen an die Telematikinfrastruktur (TI) angebundenen Leistungserbringer, beispielsweise Apotheken, Krankenhäusern oder Zahnärzten temporären Zugriff auf ihre ePA erteilen.

    3. Nur wenn der Patient es ausdrücklich erlaubt (temporäres Zugriffsrecht), ist es dem Behandler möglich, ein Dokument in der ePA abzulegen.

      Ärzte und Psychotherapeuten mit vom Patienten erteilten Zugriffsrecht können über die TI ein Dokument aus PsyPrax32 in die ePA hochladen. Dabei wird das für die ePA ausgewählte Dokument in die ePA kopiert und ist damit weiterhin in PsyPrax32 gespeichert. Das Hochladen des Dokuments muss gezielt vorgenommen werden, Dokumente werden nicht automatisch in der ePA gespeichert.

    4. Ein Leben lang, außer der Patient löscht sie.

    5. Sie finden im Programm unter dem Menüpunkt „Hilfe“ eine Anleitung.
    6. Für das Erfassen, Verarbeiten und Speichern von Patientendaten in der ePA können Ärzte und Psychotherapeuten Leistungsziffern abrechnen. Diese werden zum Teil noch verhandelt, teilweise stehen sie schon fest. Die KBV hat zur Vergütung für das Befüllen der ePA folgende Informationen (externer Link) veröffentlicht.

    7. MIO ist die Abkürzung für Medizinische Informationsobjekte. Sie dienen dazu, medizinische Daten – etwa in einer elektronischen Patientenakte – standardisiert, also nach einem festgelegten Format, zu dokumentieren. Sie können als kleine digitale Informationsbausteine verstanden werden, die universell verwendbar und kombinierbar sind.

      Ziel ist es, dass MIO für jedes System lesbar und bearbeitbar sind. Informationen sollen so deutlich leichter zwischen den einzelnen Akteuren im Gesundheitswesen ausgetauscht werden. Im Jahr 2020 hat die KBV planmäßig vier medizinische Informationsobjekte festgelegt: den Impfpass, das Zahnärztliche Bonusheft, den Mutterpass und das Kinder-Untersuchungsheft.

    8. Webseite der KVNO zur Telematikinfrastruktur (Stellvertretend für alle KVen, die alle meist sehr gute und umfangreiche Informationen bereit stellen.)
      Webseite der KBV zur elektronischen Patientenakte
      Webseite der gematik zur elektronischen Patientenakte

    9.  
       
      eAU – Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

      Seit dem 01. Oktober dieses Jahres befinden wir uns in der Einführungsphase für den Versand der eAU. Zunächst werden nur die Daten für die Krankenkasse online übermittelt. Um an der Einführungsphase teilnehmen zu können, haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen zusammengetragen.
       


       
       

    10. Eine AU hatte bis jetzt drei Durchschläge: einen für die Krankenkasse, einen für den Arbeitgeber und einen für den Patienten selbst. Den Durchschlag für die Krankenkasse wird es nicht mehr geben, da diese Informationen online an die Krankenkasse übermittelt werden. Der Patient bekommt für sich und seinen Arbeitgeber nach wie vor einen Papierausdruck, den für seinen Arbeitgeber leitet er selbst weiter. Durch diese Änderung wird das bisherige Muster 1 für den Papierausdruck obsolet. Das Papier- und auch das Blankoformular werden durch Ausdrucke aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) auf Basis sogenannter Stylesheets ersetzt. Der Arzt druckt diese aus und gibt sie dem Patienten unterschrieben mit.
      Von einigen KVen wissen wir, dass die Verfügbarkeit von Konnektor- und PVS-Update erst in der Abrechnung des dritten Quartals 2021 überprüft wird.
    11. Die AU-Daten, die für die Krankenkassen bestimmt sind, werden über einen Dienst für Kommunikation in der Medizin (KIM) übermittelt. Dies ist ein Email-Dienst innerhalb der TI. Aus PsyPrax32 heraus, werden die AU-Daten zukünftig elektronisch verschickt. Das soll in der Praxis genauso komfortabel geschehen wie derzeit das Bedrucken des Papierformulars.

      Hier die Voraussetzungen für die digitale Übermittlung der eAU-Daten:
      • Anschluss an die Telematik-Infrastruktur
      • E-Health-Konnektor
      • KIM-Dienst
      • Elektronischer Heilberufsausweis (eHBA)

      Um eAU-Daten digital versenden zu können, brauchen Sie einen TI-Anschluss. Zusätzlich benötigen Sie eine KIM-Email-Adresse, die Sie über einen KIM-Dienst
      erhalten. PsyPrax32 muss entsprechend erweitert werden, um AU-Bescheinigungen digital erstellen, versenden oder ggf. ausdrucken zu können.
      Der Konnektor sollte mindestens die Produkt-Typ-Version 3 (PTV3) aufweisen, also ein eHealth-Konnektor sein. Dies ist wichtig, damit Sie digital signieren können.
      Für die elektronische Signatur wird zusätzlich ein elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) mit dazugehöriger PIN benötigt. Ärzte, die am 1. Oktober noch keinen eHBA haben, können übergangsweise die SMC-B-Karte zum Unterschreiben nutzen. Eine SMC-B-Karte haben alle an die TI angeschlossenen Praxen.

      Es gibt zwei verschiedene Arten zu Signieren: die Stapel- und die Komfortsignatur.

      Bei der Stapelsignatur können Sie am Ende des Tages den gesamten vorbereiteten elektronischen Dokumentenstapel signieren und versenden.
      Bei der Komfortsignatur können Sie für einen bestimmten Zeitraum jeweils bis zu 250 Signaturen freigeben. Soll ein Dokument signiert werden, müssen Sie dies nur noch bestätigen. Die Komfortsignatur ist mit der Konnektor- Version 4.10.1 möglich.
      Die KBV empfiehlt für die eAU die Komfortsignatur, da die Daten sofort unterschrieben und versandt werden können. Eventuelle Probleme bei der Datenübermittlung, die aufgrund einer TI-Störung möglich sind, werden sofort erkannt, und der Arzt kann dem Patienten die Ausdrucke mitgeben.

    12. Bei einer technischen Störung gibt es verschiedene Möglichkeiten:
      Wenn der Versand der eAU aus der Praxis an die Krankenkasse akut nicht möglich ist, speichert PsyPrax32 die Daten und versendet die eAU erneut, sobald dies wieder möglich ist.

      Ist bereits beim Ausstellen klar, dass die eAU nicht versandt werden kann, händigt der Arzt dem Patienten alle drei Formulare aus. Der Patient versendet diese an seiner Krankenkasse und seinem Arbeitgeber.

      Stellt die Praxis erst später fest, dass eine eAU auch nicht am nächsten Tag digital versandt werden kann, versendet die Praxis die Papierbescheinigung an die Krankenkasse. Um dieses für die Praxen aufwendigere Ersatzverfahren zu vermeiden, empfehlen wir die Nutzung der Komfortsignatur, die Probleme beim digitalen Versand in der Regel sofort erkennen lässt.

      Wichtig: Wenn die Signierung mit dem eHBA aus technischen oder anderen Gründen, die nicht in der Verantwortung des Arztes oder der Ärztin liegen, nicht möglich ist, werden die eAUs mit dem Praxisausweis (SMC-B) signiert.
      Sollten uns größere Störungen bekannt sein, werden wir Sie informieren.

    13. Bei nicht-GKV-Patienten (z.B. sonstige Kostenträger, Privatversicherungen) zeigt Ihnen PsyPrax32 an, dass eine digitale Versendung nicht möglich ist. Alle Ausdrucke werden dem Patienten unterschrieben mitgegeben.

      Für Hausbesuche gilt: Da in der TI noch keine Mobilübertragung möglich ist, sind zwei Optionen ausführbar. Die Daten müssen in jedem Fall via TI an die Krankenkasse versandt werden. Deshalb ist ein Blanko-Vorausdruck für den Patienten und den Arbeitgeber oder dessen nachträgliche Ausstellung möglich.

    14. Ab 1. Juli 2022 soll auch die Weiterleitung der eAU-Daten an den Arbeitgeber nur noch digital erfolgen. Zuständig dafür sind nicht die Praxen, sondern die Krankenkassen – sie stellen den Arbeitgebern die AU-Informationen elektronisch zur Verfügung. Vertragsärztinnen und -Ärzte sind weiterhin verpflichtet, ihren Patientinnen und Patienten eine vereinfachte AU-Bescheinigung auf Papier auszudrucken. Auf Wunsch der Patienten wird auch ein unterschriebener Ausdruck für den Arbeitgeber ausgestellt.
    15. Wir haben Ihnen im Programm unter dem Menüpunkt „Hilfe“ eine Anleitung hinterlegt.
    16.  
       
      KIM – Kommunikation im Medizinwesen

      KIM steht für Kommunikation im Medizinwesen.

      KIM ist für die Telematik-Infrastruktur das, was Sie im freien Internet als E-Mail kennen gelernt haben. Ein großer Unterschied sind die Sicherheitsziele, die bei der Planung von KIM umgesetzt worden sind.

      Ziel von KIM ist es, eine sektorenübergreifende sichere elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen zu ermöglichen.

      KIM-Adressen sind auch über PsyPrax erhältlich. Ab der PsyPrax-Version 3.13.1 ist es möglich, KIM-Adressen direkt aus dem Programm heraus zu bestellen.

      Um Ihnen den Bestell- und Installationsprozess so einfach wie möglich zu gestalten, haben wir diese Vorgänge vollumfänglich in PsyPrax integriert. Mithilfe Ihres eHBA sind Sie außerdem in der Lage, das Bestellformular ohne weiteren Aufwand zu signieren und direkt an uns zu übermitteln. Ist dies geschehen, wird KIM automatisch mit Ihrer gewünschten KIM-Adresse eingerichtet. Im Anschluss können Sie problemlos KIM-Nachrichten, eArztbriefe oder auch eine eAU versenden.

      Damit Sie von diesem Angebot Gebrauch machen können, folgen Sie der Anleitung im PsyPrax. Diese finden Sie unter dem Menüpunkt Hilfe –> KIM Bestellung.

      Aktuell besteht für psychologische Psychotherapeut:innen und KJP keine Pflicht zur KIM-Nutzung.
      Alle Ärzt:innen müssen seit dem 31.12.2021 ein KIM-Postfach haben, um die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) zu versenden.

      Die gematik GmbH hat dazu ein anschauliches Video produziert:

       

       

      1. Um über KIM Nachrichten oder Dokumente zu versenden oder zu empfangen, ist die TI-Anbindung notwendig, denn KIM nutzt die Komponenten der TI. Nur Kommunikationspartner mit geprüfter Identität (SMC-B in Kombination mit eHBA/ePtA) können über KIM Nachrichten austauschen.

        Dies bedeutet:

        Bei KIM können sich alle Beteiligten darauf verlassen, dass die Nachricht wirklich von dem Empfänger kommt, der Ihnen angezeigt wird, da die Nachrichten signiert werden (Schutzziel: Authentizität).

        Außerdem sorgt die Signatur dafür, dass eine unbemerkte Manipulation der Nachricht nicht möglich ist (Schutzziel: Integrität).

        Die automatische Verschlüsselung der Daten auf Basis der Praxisausweise bzw. elektronischen Heilberufsausweise (eHBA/ePtA) schützt die Inhalte vor ungewünschten Mitlesern (Schutzziel: Vertraulichkeit).

        Zusätzlich können Zustell- oder Lesebestätigungen verlässlich genutzt werden (Schutzziel: Nichtabstreitbarkeit des Transports).

        KIM wurde als sicheres Übermittlungsverfahren nach §291b Abs. 1e SGB V konzipiert. Dies stellt die Basis für eine mögliche Vergütung der Nachrichten dar, die Sie mit KIM versenden.

      2. Zum sicheren Austausch von sensiblen Daten im Gesundheitswesen, z.B. Arztbriefe, Laborwerte. Außerdem können Sie Ihre verschlüsselte Abrechnungsdatei mit einem Klick aus PsyPrax32 heraus an Ihre KV senden.

        Zukünftig ist es denkbar, z.B. den Konsiliarbericht vor Beginn einer Psychotherapie oder sogar PTV-Formulare digital versenden zu können. Aktuell ist dies noch nicht möglich.

      3. Um KIM nutzen zu können, muss Ihre Praxis an die Telematik-Infrastruktur angeschlossen sein.

        Sie brauchen also

        • einen eHealth-Konnektor
        • ein eHealth- Kartenlesegerät
        • sowie mindestens einen Praxisausweis (SMC-B).
        • für bestimmte Funktionen, wie das Versenden eines eArztbriefes, eAU oder eRezeptes brauchen Sie zusätzlich einen eHBA für die Signatur. Den eHBA brauchen Sie auch, um die Bestellung einer KIM-Adresse aus dem Programm heraus zu signieren.

        Alle Infos zur KIM-Bestellung finden Sie im Programm unter Hilfe – KIM Bestellung.

        Sobald Sie ihre KIM-E-Mail-Adresse haben, können Sie zum Verfassen Ihrer Nachrichten die E-Mail-Funktion von PsyPrax32 nutzen.

      4. In der Finanzierungsvereinbarung von KBV und GKV-Spitzenverband ist je Vertragsarztpraxis eine einmalige Einrichtungspauschale von 200€ und eine Betriebskostenpauschale von 23,40€ je Quartal vorgesehen. Dies Entspricht der laufenden Vergütung von einem KIM-Postfach.

        Zusätzlich können je versendeter Nachricht 0,28€ (GOP 86900) und je empfangener Nachricht 0,27€ (GOP 86901) abgerechnet werden, pro Quartal jedoch maximal 23,40€. Hinzu kommt für drei Jahre befristet eine extrabudgetär vergütete Strukturförderpauschale von ca. 0,11€ (GOP 01660) je versendeter Nachricht (ohne Maximalbegrenzung). Darüber kann also ein zweites (z.B. persönliches eHBA) Postfach gegenfinanziert werden.

        Hier (externer Link) finden Sie die aktuelle TI-Finanzierungsübersicht der KBV.

      5. Wenn Sie eine KIM-Adresse von psyprax nutzen, ist der Vertrag, nach der Mindestlaufzeit von 2 Monaten, monatlich kündbar. Wenden Sie sich bei Bedarf an eHealth@psyprax.de

      6. Ja. Die KIM-Funktionalitäten im Programm sind nach den Vorgaben der gematik entwickelt. Somit können Sie KIM mit allen zugelassenen KIM-Diensten nutzen. Wir empfehlen Ihnen natürlich unseren eigenen KIM-Dienst, damit Sie alles aus einer Hand haben und wir Sie bestmöglich unterstützen können.
      7. Nichts. Die Telematik-ID wird bei der Beantragung einer Folgekarte übernommen. Dies ist auch sehr wichtig, weil die KIM-Adresse mit der Telematik-ID verknüpft ist.
      8. Bei der Telematik-ID handelt es sich um eine Identifikationsnummer für die Telematikinfrastruktur.
      9. Die Bereitstellung der KIM-Adresse und die automatische Installation des KIM-Clientmoduls wird mit 150€ berechnet (KV erstattet 200€). Die monatlichen Service-Kosten belaufen sich auf 7,80€ (KV erstattet 23,40€ pro Quartal).
      10. Ja, alle KIM-Nutzer werden im Verzeichnisdienst(VZD) hinterlegt. Die Suche ist im psyprax an verschiedenen Stellen durch ein schwarzes Fernglas möglich. Es kann dann nach dem Namen, einer Adresse, dem Fachgebiet, der BSNR oder auch der E-Mailadresse gesucht werden.
      11. Aktuell, darf die KIM-Nachricht maximal 25MB groß sein. In der Zukünftigen Ausbaustufe KIM1.5 wird es möglich sein KIM-Nachrichten mit einer Größe von bis zu 500MB zu versenden.
      12. Wenn Sie sehr viele Dokumente, eAU’s signieren müssen, ist es ratsam die Komfortsignatur zu aktivieren. Eine Anleitung finden Sie in der Hilfe im psyprax.
      13. Auch Sie als Psychotherapeut*in können von der schnellen Kommunikation mit der Fachanwendung KIM profitieren. Der Austausch mit Kolleg*innen oder auch der Krankenkasse kann ebenfalls via KIM erfolgen.
      14. Sie KIM von psyprax nutzen erfolgen die Updates des Clientmoduls automatisch.
      15. Ein KIM-Postfach ist immer mit einer Ihrer Praxiskarten verbunden: Entweder als Praxispostfach mit dem Praxisausweis (SMC-B) oder als Behandler:innen-Postfach mit dem Heilberufsausweis (eHBA).

        Wir empfehlen jeder Praxis, ein Praxispostfach (also über die SMC-B) zu nutzen und den Heilberufsausweis (eHBA) nur für Signaturvorgänge zu benutzen.

        Warum: Die Verwaltung und Konfiguration eines Behandlerpostfaches (das auf dem eHBA basiert) halten wir für unnötig kompliziert, da z.B. der eHBA bei jedem Abruf des Postfaches gesteckt und freigeschaltet sein muss.

        Wenn Sie planen, die Komfortsignatur für das eRezept oder die eAU (externer Link) zu nutzen, wird der eHBA für diesen Zweck „reserviert“ und die KIM-Nutzung müsste jedes Mal gezielt angesteuert werden. Nach der KIM-Nutzung wäre eine erneute Aktivierung der Komfortsignatur notwendig – was in unseren Augen das eigentlich erleichternde Prinzip der Komfortsignatur (1x PIN Eingeben für 250x signieren) ad absurdum führt.

        Daher empfehlen wir jeder Praxis, ein Praxispostfach (also über die SMC-B) zu nutzen und den Heilberufsausweis (eHBA) nur für Signaturvorgänge zu benutzen.

      16.  
         
        eRezept – Das elektronische Rezept

        Ab dem 1. Januar 2022 müssen Ärzte und Arztinnen bei apothekenpflichtigen Arzneimitteln, die über die Kasse abgerechnet werden, ein eRezept ausstellen. Die Verordnung wird dabei zunächst wie gewohnt in PsyPrax32 ausgestellt. Anstatt dem Ausdruck auf Papier, wird die Verordnung über den eHBA signiert und auf den eRezept-Server hochgeladen. Der Patient benutzt entweder eine App und bekommt darüber eine Info, dass eine Verordnung für ihn bereit liegt, oder Sie drucken ihm aus PsyPrax32 heraus einen Token-Code aus, mit der er die Verordnung in der Apotheke einlösen kann.

      17. Um ein eRezept auszustellen, braucht es einen Anschluss an die Telematik-Infrastruktur. Dieser kann grundsätzlich über einem eHealth-Konnektor (PTV3) hergestellt werden. Da für die qualifizierte elektronische Signatur jedoch nur die Komfortsignatur in Frage kommt, empfiehlt sich ein ePA-Konnektor (PTV4).
        Des Weiteren brauchen Sie einen eHBA (mind. Generation 2.0), einen Drucker mit einer Mindestauflösung von 300dpi für den Tokenausdruck.
        Sind die technischen Voraussetzungen nicht gegeben, sehen die gesetzlichen und bundesmantelvertraglichen Regelungen vor, dass das Papierrezept (Muster 16) zum Einsatz kommt. Dies wird auch für noch nicht digitalisierte Verordnungstypen verwendet oder bei Hausbesuchen.
      18. Einen ePA-Konnektor und einen eHBA sollten Sie mittlerweile schon haben. Die einmaligen Bereitstellungskosten in der PsyPrax32-Software belaufen sich auf 120 Euro brutto. Dieser Betrag wird Ihnen vollständig über die KV erstattet.
        Für die monatlichen Software-Wartungskosten werden Ihnen von der KV 0,33 Euro pro Monat erstattet. In unserem Psyti-Bundle ist genau dieser Betrag für die Wartungskosten der eRezept-Funktionen veranschlagt.
      19. Optional können ab dem 01.01.2022 auch die grünen und blauen Rezepte elektronisch erstellt werden sowie Rezepte über apothekenpflichtige Arzneimittel zulasten der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.

        Die folgenden Verordnungen werden erst in weiteren Ausbaustufen ermöglich oder sogar verpflichtend:
        • BtM-Rezepte
        • T-Rezepte
        • Verordnung von sonstigen nach §31 SGB V einbezogenen Produkten (etwa Verbandmittel und Teststreifen)
        • Verordnung von Hilfsmitteln
        • Verordnung von Sprechstundenbedarf
        • Verordnungen zu Lasten von Sonstigen Kostenträgern
        • Verordnungen für GKV-Versicherte ohne Vorhandensein einer Versichertennummer (bei Erfassung der VSD im Ersatzverfahren)
        • Verordnungen von Digitalen Gesundheitsanwendungen

      20. Die gematik (externer Link) sowie die KBV (externer Link) stellen aktuelle Informationen zum eRezept zur Verfügung.

        Gut aufbereitete Patienten-Informationen finden Sie hier (externer Link).

      21.  
         

        NFDM/eMP – Das Notfalldatenmanagement und der elektronische Medikationsplan

        Zu Beginn wurde die Telematik-Infrastruktur genutzt, um in den Praxen das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchzuführen. Dabei werden die Patientendaten die auf der eGK gespeichert sind mit den vorhandenen Daten der jeweiligen Kasse abgeglichen und ggf. aktualisiert.

        Die nächsten medizinischen Anwendungen der TI waren das Notfalldatenmanagement (NFDM) und der elektronische Medikationsplan (eMP). Dafür waren kostenpflichtige Erweiterungen der Konnektor-Software und dem PsyPrax32-Programm notwendig, die Sie von Ihrer KV erstattet bekamen. Aktuelle Bestellungen werden mit dieser Funktionalität ausgeliefert.

        Ab der Konnektor-Version 3.5.2 sind die notwendigen Anpassungen umgesetzt. Die Integration der qualifizierten elektronischen Signatur (QES) ist darin enthalten, was in Verbindung mit dem eHBA, der PsyPrax32-Programmerweiterung und dem Konnektor-Upgrade das Notfalldatenmanagement ermöglicht.

        Die Erweiterung der PsyPrax32-Software und des TI-Konnektors, mit den neuen Funktionen (NFDM und eMP), ist für alle Ärzte und Psychotherapeuten verpflichtend, um für die weitern Ausbaustufen qualifiziert zu sein.

        Für Rückfragen zu den Modulen eMP und NFDM stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte stellen Sie diese ausschließlich an folgende E-Mail-Adresse: ehealth@psyprax.de

         

      22. Für die Erstattung bei Ihrer KV gibt es verschiedene Möglichkeiten:

        Wir übermitteln in der Abrechnungsdatei, die Sie am Quartalsende an Ihre KV schicken, den Versionsstand des Konnektors. Bei manchen KVen wird der Erstattungsbetrag automatisch ab der Konnektor-Version 3.5.2 mit der nächsten Abschlagszahlung ausgezahlt. Der Erstattungsprozess kann bei manchen von Ihnen also bereits eingeleitet sein.

        Andere KVen sehen vor, dass Sie im KV-Portal mitteilen, ob die Betriebsbereitschaft für die Fachanwendungen NFDM und eMP gegeben ist. Den Stand oder den Ablauf der Erstattung erfragen oder schauen Sie bitte bei Ihrer KV nach.

        Wir haben Ihnen eine Linkliste mit den Informationen der KVen zusammengestellt:

      23. Die Funktionserweiterung mit NFDM und eMP kostet für alle Nutzer des Konnektors einmalig jeweils 530,- Euro.
        Durch die Betriebsbereitschaft für NFDM und eMP erhöhten sich die monatlichen Betriebs- und Wartungskosten um 1,50 Euro.

        Alle Nutzer des Konnektors bekommen diese Beträge vollständig erstattet.

        Die Finanzierungsvereinbarung der NFDM/eMP-Ausstattung können Sie der Homepage der KBV entnehmen.

      24. Ärztliche Psychotherapeuten oder Fachärzte benötigen für die Nutzung einen eHBA.

        Grundsätzlich brauchen alle Behandlerinnen und Behandler einen eHBA/ePtA, um auf Gesundheitsdaten zugreifen zu dürfen.

        Sie können den eHBA/ePtA bei unserem Partnerportal bestellen unter www.eHBA.de/psyprax

      25. Die gematik hat zu diesen Prozessen jeweils eine 4-Schritte Anleitung veröffentlicht, die wir Ihnen an dieser Stelle auch zur Verfügung stellen:

        Anlegen eines eMedikationsplans

        Auslesen eines eMedikationsplans

        Anlegen eines Notfalldatensatzes

        Auslesen eines Notfalldatensatzes

      26. Anspruch auf ein zusätzliches Kartenlesegerät hat man je angefangene 625 Betriebsstättenfälle. Die Pauschale beträgt dann 595,00 € je Terminal. Besprechen Sie die Erstattung des Kartenlesegerätes vorab mit Ihrer KV.

        Die Finanzierungsvereinbarung der NFDM/eMP-Ausstattung können Sie der Homepage der KBV entnehmen.

      27. Die Seiten der KBV und der gematik empfehlen wir als weiterführende Informationsquellen.

        Informationen zum eMP:
        KBV (externer Link)
        gematik (externer Link)

        Informationen zum NFDM:
        KBV (externer Link)
        gematik (externer Link)