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Neuigkeiten
Notdienst-Wochenenden 1/2020 veröffentlicht am 28. März 2020

In der anstehenden  Abrechnungszeit 1/2020  sind wir an folgenden Wochenende zusätzlich erreichbar:

Samstag, 28.03.20 11-17 Uhr
Sonntag, 29.03.20 11-17 Uhr

Samstag, 04.04.20 11-17 Uhr
Sonntag, 05.04.20 11-17 Uhr

An den Abrechnungswochenenden werden grundsätzlich nur Fragen zur KV-Abrechnung geklärt.

Aktuelle Übersicht über Videosprechstunde und Telefonsprechstunde veröffentlicht am 23. März 2020

Stand: 30.03.2020 14:20 Uhr

Liebe Kundinnen und liebe Kunden,
wir möchten Ihnen an dieser Stelle eine Übersicht des aktuellen Standes in Bezug auf die Videosprechstunde und die Telefonsprechstunde bieten.
Da sich die Lage derzeit sehr rasch verändert, werden wir diesen Beitrag regelmäßig aktualisieren müssen. Bitte klären Sie Unsicherheiten hinsichtlich der Abrechnungsfähigkeit von telemedizinischen Leistungen immer mit Ihrer KV ab.

Aufgrund der vielen Anfragen haben wir für Sie Hinweise zur Videosprechstunde und zum Ersatzverfahren in PsyPrax32 (PDF) zusammengestellt.

Unser Kenntnisstand zur Videosprechstunde

Derzeit ist die Durchführung von Videobehandlungen u.a. für die psychotherapeutische Sprechstunde (35151V), das psychotherapeutische Gespräch (22220V/23220V), die probatorische Sitzung (35150U Achtung: U statt V) sowie Einzelsitzungen der Richtlinientherapie in Kurz- und Langzeit (354xxV) gestattet. Auch die formlose (bedeutet: es gibt keinen Vordruck) Umwandlung von Gruppen- in Einzeltherapie ist ab sofort möglich (KBV Praxisnachrichten vom 24.03.2020 (Webseite, externer Link)).

Die Durchführung einer Akuttherapie mittels Videobehandlung ist derzeit nicht möglich/genehmigt/abrechenbar.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung stellt Ihnen eine Vergütungsübersicht Videosprechstunde (PDF, externer Link) zur Verfügung.

Außerdem wurde die Limitierung auf 20% Videosprechstunde des gesamten Leistungsvolumens bis zum 30.06.2020 aufgehoben (KBV Praxisnachrichten vom 16.03.2020 (Webseite, externer Link)).

Darüber hinaus haben viele KVen bundesweit die Genehmigungspflicht für die Durchführung von Videosprechstunden temporär aufgehoben. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat eine Übersicht der Verfahren zur Anzeige der Videosprechstunde bei der KV (Stand: 24.03.2020) (PDF, externer Link) erstellt. In diesem Dokument werden Sie auf die entsprechenden Webseiten Ihrer eigenen KV weitergeleitet.

Unser Kenntnisstand zur Telefonsprechstunde

  • KV Baden-Württemberg: nur 22220 und 23220 erlaubt Hinweise zur Abrechnung (PDF, externer Link)
  • KV Hessen: Richtlinientherapie Coronavirus: FAQ für die Praxis (Webseite, externer Link)
  • KV Rheinland-Pfalz: bis 19.04.2020 erlaubt Hinweise zur Abrechnung (Webseite, externer Link)
  • KV Sachsen-Anhalt: bis ?? erlaubt Hinweise zur Abrechnung (Webseite, externer Link)

    Dieser Beitrag wird fortlaufend aktualisiert.

    Sie haben aktuelle Ergänzungen? Gerne nehmen wir neueste Informationen Ihrer KV in diesen Beitrag auf. Nutzen Sie hierzu bitte unser Kontaktformular.

    Alle Angaben ohne Gewähr. Bitte informieren Sie sich im Zweifelsfall immer bei Ihrer KV.

    Online-Sprechstunden für Privatversicherte
    Der Verband der Privaten Krankenversicherung teil auf seiner Webseite mit, „dass die tariflichen Bestimmungen der meisten PKV-Verträge keinerlei Einschränkungen bei der Behandlung privat Versicherter via Videosprechstunde vorsehen. (…) Mit ihren konkreten Fragen zu einzelnen Gebührenziffern können sich Ärzte und Therapeuten aber an ihre jeweilige (fachärztliche) Standesvertretung wenden. Versicherte klären Details entsprechend mit ihrem PKV-Unternehmen ab.“ Diese und weitere Informtationen finden Sie auf der Webseite des PKV (Webseite, externer Link).

  • Anfragen zur Videosprechstunde veröffentlicht am 16. März 2020

    Update 16.03.2020 21:00 Uhr: Die bisherige Begrenzungsregelung auf maximal 20% mittels Videosprechstunde durchgeführter Leistungen wurde für das zweite Quartal 2020 ausgesetzt. Genauere Informationen finden Sie auf der Webseite der KBV (Webseite, externer Link).

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    aufgrund der aktuellen Corona Krise steigen die Anfragen zu Videosprechstunden oder einer Schnittstelle zu einem zertifizierten Videosprechstundenanbieter.

    Hier finden Sie eine von der KBV veröffentlichte Liste mit zertifizierten Anbietern (externer Link, KBV, PDF-Dokument).

    Wir werden voraussichtlich keine Schnittstelle implementieren. Wir haben Hinweise zur Videosprechstunde und zum Ersatzverfahren (PDF) für Sie zusammengestellt, in denen wir u.a. auf das Speichern der Ziffern eingehen.

    Das Unternehmen RED Medical Systems bietet sein Produkt kostenfrei an: Link zur Webseite RED Medical (externer Link, Webseite).

    Das Unternehmen CGM bietet während der Corona-Krise sein Produkt kostenfrei an: Link zur Webseite CGM Clickdoc (externer Link, Webseite). Anschließend wird diese Lösung kostenpflichtig sein.

    Sie können diese Daten allerdings problemlos unabhängig von einer Schnittstelle manuell in PsyPrax32 erfassen.

    Bitte beachten Sie unbedingt die Anlage 31b zum Bundesmantelvertrag (https://www.kbv.de/media/sp/Anlage_31b_Videosprechstunde.pdf) insbesondere zur technischen Sicherheit und zum Datenschutz.

    Wichtige Hinweise zu den Regelungen zur Videosprechstunde in der Psychotherapie finden Sie unter https://www.kbv.de/html/videosprechstunde.php

    mit freundlichen Grüßen

    Ihr PsyPrax Team

    Aktueller Bericht über mögliche Verwundbarkeiten der Telematikinfrastruktur veröffentlicht am 20. Januar 2020

    Vergangenen Freitag (17.01.2020) wurde ein Artikel über „Hinweise auf mögliche Verwundbarkeiten der Medizin-Telematik“ (externer Link, Webseite) veröffentlicht.

    Der Artikel benennt verschiedene mögliche Verwundbarkeiten :

    • der Schutz der Praxis-IT (siehe Hinweise zu Datenschutz und Datensicherheit in der Praxis)
    • Angreifer, die sich Kontrolle über den Konnektor einer Praxis verschafft haben, könnten „infizierte“ Dokumente in die elektronische Patientenakte der Versicherten hochladen
    • Möglichkeit das Passwort für den Konnektor „abzugreifen“, wenn ein bestimmtes Zertifikat nicht hinterlegt ist und ein Angreifer ein nicht näher bezeichnetes technisches Gerät in dem Netzwerk der Praxis installiert
    • Bekannte Verwundbarkeiten (CVE) beim Konnektor „Medical Access Port“ von T-Systems
    • Bekannte Verwundbarkeiten (CVE) beim Kartenlesegerät „ORGA 6141 online“ von Ingenico Healthcare

    Wir haben die Hersteller des secunet-Konnektors am Wochenende um eine Stellungnahme in Bezug auf den Artikel und ihr Produkt gebeten, diese werden wir Ihnen zur Verfügung stellen.

    Bisher haben sowohl die gematik als auch T-Systems eine Stellungnahme über einen Artikel des Ärzteblatts (Externer Link, Webseite) abgegeben. Laut der gematik, so heißt es in diesem Artikel, seien „aus den geschilderten Ausführungen (…) ‚kei­ne tatsächlichen Sicherheitsrisiken ableitbar‘.“

    Hinsichtlich der Themen, die die Installation der Komponenten betrifft, setzen wir uns mit den beauftragten Dienstleitern in Verbindung.

    Falls die Einbindung des Konnektorenzertifikates in den Zertifikatsspeicher nicht geschehen ist, haben unsere Mitarbeiter die Anweisung erhalten, dies bei Supportkontakten zu erledigen. Sie können dies auch selbst vornehmen, die notwendigen Schritte sind auf den Seiten 50 – 58 der Bedienungsanleitung für den secunet-Konnektor (externer Link, PDF) beschrieben.

    Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zu den Inhalten des Artikels keine eigene Bewertung oder Beratung anbieten können, bis sich die für den Zustand verantwortlichen Stellen positioniert haben.

    Hinweise zu Datenschutz und Datensicherheit in der Praxis veröffentlicht am 20. Dezember 2019

    Liebe Kundinnen und Kunden,

    wir haben einige Hinweise und Dokumente hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensicherheit in der Praxis für Sie zusammengestellt.

    Sie erreichen die Seite über diesen Link und auch über das Webseitenmenü Telematik-Infrastruktur (TI).

    Sie finden dort viele Hinweise der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zu diesem Thema, die grundsätzlich für alle Praxen gelten. Darüber hinaus gibt es Hinweise in Bezug auf die Telematikinfrastruktur.

    Ihr PsyPrax-Team

    Abrechnungs-Wochenenden 4/2019 veröffentlicht am 20. Dezember 2019

    Liebe Kundinnen und Kunden,
    in der kommenden Abrechnungszeit 4/2019 sind wir an folgenden zusätzlichen Tagen für Sie da:

    Samstag, 21.12.19 11-17 Uhr
    Sonntag, 22.12.19 11-17 Uhr

    Samstag, 28.12.19 11-17 Uhr
    Sonntag, 29.12.19 11-17 Uhr

    Samstag, 04.01.20 11-17 Uhr
    Sonntag, 05.01.20 11-17 Uhr

    Montag, 06.01.20 09-17 Uhr

    Diese Tage sollen Ihnen zusätzliche Zeitfenster und Klärungsmöglichkeit zu Ihrer Abrechnung bieten. Abrechnungsfragen werden deshalb an diesen Tagen vorranging behandelt.
    Wir wünschen Ihnen eine geruhsame Weihnachtszeit und einen guten Start in das Jahr 2020!
    Ihr PsyPrax-Team

    KBV schaltet Hotline um Praxen beim Schutz sensibler Patientendaten zu unterstützen veröffentlicht am 27. November 2019

    Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die KBV allen Praxen aktive Hilfe bei Unklarheiten zum Thema Datensicherheit in der Praxis anbieten möchte.

    Diese Info hat die KBV in ihren Praxisnachrichten am 14.11.2019 (externer Link) veröffentlicht.

    Hierfür wird seit Freitag den 15.11.2019  von der KBV ein Hotline- und E-mail Support zur Verfügung gestellt.

    Dort können Sie alle Fragen zur Datensicherheit und wie Sie diese gewährleisten können stellen und sich zu möglichen Unklarheiten beraten lassen.

    Außerdem hat die KBV einen Praxis-Check (externer Link) veröffentlicht. Mit diesem können Sie überprüfen ob Ihre Praxis bereits alle Anforderungen zum Datenschutz erfüllt, oder ob noch Nachbesserungen notwendig sind.

    Die Hotline der KBV erreichen sie:

    montags – donnerstags von 8:00 – 18:00 Uhr

    freitags von 8:00 – 17:00 Uhr

    Telefonnummer:

    030/4005 2000

    Anfragen per Email richten Sie an:

    it-security@kbv.de

     

    Falls Sie die TI noch nicht bestellt haben… veröffentlicht am 2. September 2019

    Wir möchten alle, die noch nicht bestellt haben, darauf hinweisen, dass jetzt noch ein guter Zeitpunkt für eine Bestellung ist. Denn ab nächstem Jahr werden Sie 2,5% statt 1% Honorarkürzung hinnehmen müssen, und auch die Erstattung wird um 533 € gesenkt. Unserer Ansicht ist das zwar illegal, denn im Gesetz steht, dass Ihnen die Kosten erstattet werden, und billiger ist bisher im Einkauf nichts geworden. Es wird also darauf hinauslaufen, dass Sie auf den 533 € sitzen bleiben.

    Die Kinderkrankheiten werden auch seltener. Und vielleicht glauben Sie uns, dass durch die TI Ihre Praxis-IT und Ihre Patientendaten auf keinen Fall unsicherer werden (es sei denn, Sie gehen überhaupt nie mit dem Praxisrechner ins Internet), sondern bei Reiheninstallation sogar etwas sicherer (aber natürlich nicht völlig sicher).

    TI: Verbindungsprobleme mit VPN TI / VPN SIS veröffentlicht am 7. August 2019

    Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

    seit heute morgen erreichen uns sehr viele Störungsmeldungen, dass die Konnektoren sich nicht mit der Telematikinfrastruktur verbinden.

    Wir haben uns bereits mit dem VPN-Zugangsdienstanbieter in Verbindung gesetzt. Wir selbst können an dieser Stelle keine Lösung herstellen.

    Bitte lesen Sie weiterhin die Versichertenkarten mit dem „neuen Kartenleser“ ein, Sie erhalten dann in der Regel den Prüfnachweis 5 (selten: 3). Die gematik gibt dazu folgende Handlungsempfehlung:

    Die eGK wird als gültiger Leistungsanspruchsnachweis behandelt. Die Online-Prüfung soll beim nächsten Besuch im Quartal erneut durchgeführt werden.

    Sie sehen, dass sich der aktuelle Zustand stabilisiert, wenn die VPN TI-LED am Konnektor dauerhaft leuchtet.

    Wir werden Sie über die Homepage bzw. das RSS-Feed informieren, sobald uns ein neuer Sachstand bekannt ist.

    Update 07.08. 13:30 Uhr

    Eine Nachricht des Zugangsdienstanbieters hat uns erreicht:

    Aktuell kommt es zu temporären Problemen bei der VPN Verbindung zur TI und SIS.

    Das Problem ist mit hoher Priorität an die Fachabteilung weitergeleitet.

    Diese arbeitet nun mit Hochdruck an der Problemanalyse und Entstörung.

    Update 07.08. 15:43 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Die Probleme in Bezug auf den VPN Aufbau zur TI und SIS sind gelöst.

    Update 08.08. 12:04 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    aktuell kommt es leider wieder zu temporären Problemen bei der VPN Verbindung zur TI und SIS.

    Das Problem ist mit hoher Priorität an die Fachabteilung weitergeleitet.

    Diese arbeitet nun mit Hochdruck an der Problemanalyse und Entstörung.

    Ihr PsyPrax-Team

    Update 08.08. 15:30 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Die Probleme in Bezug auf den VPN Aufbau zur TI und SIS sind gelöst.

    Berichte über Sicherheitslücken in der Telematikinfrastruktur veröffentlicht am 29. Juni 2019

    Am 27.06.2019 fand eine Pressekonferenz der Ärzteverbände MEDI GENO, Freie Ärzteschaft und Freier Verband Deutscher Zahnärzte statt. Diese Ärzteverbände lehnen den (Zwangs-)Anschluss von Praxen an die Telematikinfrastruktur ab.

    Auf dieser Pressekonferenz wurde von „Sicherheitslücken in der Telematikinfrastruktur (TI)“ berichtet, beziehungsweise vor ihnen gewarnt. MEDI GENO berichtet über diese Pressekonferenz im eigenen Blog. (Webseite, externer Link)

    Da Sie oder Ihre KollegInnen sich nach derartigen Veröffentlichungen regelmäßig an uns wenden, möchten wir einige der genannten Punkte an dieser Stelle aus unserer Sicht kommentieren und verweisen überwiegend auf Veröffentlichungen der gematik und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

    Zu den Schutzprofilen des Konnektors schreibt MEDI GENO:
    “Bei der Prüfung der Schutzprofile fanden die Experten verschiedene ungeklärte Fragen zur Sicherheit des TI-Konnektors. Insbesondere schützt der Konnektor selbst bei ordnungsgemäßer Installation nicht zuverlässig gegen Angriffe in die Praxissysteme, obwohl das von Seiten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gegenüber den Ärzten behauptet wird“.

    Hierüber haben wir keine Sachkenntnis. Wir sehen den Konnektor jedoch als „Baustein“ in dem Sicherheitskonzept Ihrer Praxis. Zur Betriebsart des Konnektors (vgl. Informationsblatt Betriebsarten des Konnektors (PDF, externer Link)) schreibt z.B. die gematik in einer Pressemitteilung (Webseite, externer Link):

    „Mit dem Konnektor kann die Sicherheit in einer Praxis gestärkt werden. Auch die technische Frage des Installationsweges – ob in Reihenschaltung oder im Parallelbetrieb – ist nicht das Problem. Entscheidend ist der richtige Umgang mit den technischen Gegebenheiten vor Ort und auch das enge Zusammenspiel aller an einer Praxis-IT beteiligten Dienstleister.“

    Die Kassenärztliche Bundesvereinigung weist in Ihrer Service-Reihe „Rund um die TI“ in Teil 5 vom 09.05.2019 (Webseite, externer Link) auf Folgendes hin:

    „Zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Virenschutz und die Nutzung von sicheren Passwörtern sind auch nach dem Anschluss an die TI erforderlich. Die KBV rät deswegen, ein gesamthaftes Sicherheitskonzept für die Praxis zu haben. Dies gilt unabhängig davon, ob die Installation in Reihen- oder Parallelbetrieb vorgenommen wird.“

    Zur Haftung bei Datenschutzpannen schreibt MEDI GENO:
    “Für etwaige Folgen von Sicherheitslücken der staatlich aufgezwungenen TI-Konnektoren müssen die Praxisinhaber haften.“.

    Wir möchten hier auf die Webseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung verweisen, die in den Praxisnachrichten vom 27.06.2019 (Webseite, externer Link) mit Hinweis auf das Informationsblatt Datenschutz und Haftung in der Telematikinfrastruktur der gematik (PDF, externer Link) schreibt:

    „In einem heute veröffentlichten Informationsblatt zu Datenschutz und Haftung stellt die gematik klar, dass eine Haftung des Arztes oder Psychotherapeuten ausscheidet, sofern die zugelassenen Konnektoren vorschriftsgemäß verwendet, aufgestellt und betrieben würden. Dies sei sowohl nach der Datenschutz-Grundverordnung als auch nach jeder anderen vergleichbaren zivilrechtlichen Norm der Fall, „da nach allen haftungsrechtlichen Tatbeständen den Datenverarbeiter ein Verschulden für den eingetretenen Schaden treffen muss“.

    In diesem Zusammenhang weist die gematik auch darauf hin, dass dieses im Übrigen auch für jegliche strafrechtliche Haftung des Arztes bei der Nutzung eines Konnektors gelte.“

    Zu nachgewiesenen Sicherheitslücken des Konnektors zitiert MEDI GENO den IT-Dienstleister Jens Ernst:
    “„Patientendaten sind im Moment für Hacker leicht zugänglich. Und das, obwohl Gesundheitsdaten die langfristig schutzbedürftigsten Daten sind, die wir Menschen haben“, betont IT-Dienstleister Jens Ernst. Für seinen Kunden, eine Arztpraxis, hat er bei einer Sicherheitsprüfung auf verschiedene Arten das Testvirus EICAR über den ordnungsgemäß angeschlossenen TI-Konnektor ins Praxisnetzwerk eingeschleust. Nachgewiesen hat er auch, dass die integrierte Firewall die Kommunikation nicht kontrolliert und alle Ports ausgehend geöffnet sind. Der Test lässt auf unzureichenden Schutz der Konnektoren schließen.
    […]
    Das EICAR Testvirus wird zum Prüfen von Virenscannern verwendet. Jeder Virenscanner muss diese Datei als Virus erkennen. Die TI und den Konnektor konnte das Testvirus passieren. Jens Ernst erklärt: „Das bedeutet, dass es keinen wirksamen Schutz gegen Malware – also Viren und Trojaner – durch die TI gibt.““

    Zuerst möchten wir richtig stellen, dass das Test-Virus nicht „die TI passieren konnte“ beziehungsweise „über die TI“ in die Praxisumgebung gelangt ist. Ein Konnektor baut zwei unterschiedliche VPN-Tunnel auf:
    Der „VPN-TI“-Tunnel dient der Kommunikation mit der Telematikinfrastruktur, also dem Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) oder dem Erreichen der Bestandsnetze – in Ihrem Fall dem Sicheren Netz der KVen (SNK = KV-Safenet).
    Der „VPN-SIS“-Tunnel geht nicht „in die Telematikinfrastruktur“. Er verbindet Ihre Praxis mit dem sogenannten „VPN-Konzentrator SIS“, der laut Spezifikation von dem „VPN-Konzentrator TI“ physisch getrennt sein muss. Über den „VPN-SIS“-Tunnel können Sie Webseiten aufrufen, Emails empfangen, PVS-Updates herunterladen oder eine Fernwartung mit uns starten.

    Wer sich das selbst durchlesen möchte, kann im Fachportal der gematik die aktuellen Spezifikationen (Webseite, externer Link) herunterladen. In der Zip-Datei findet sich das Dokument „gemSpec_VPN_ZugD_V1.13.0.pdf“, in dem die Vorgaben der gematik nachzulesen sind.

    Herr Ernst berichtet auf seiner Homepage, dass es ihm gelungen sei, das Testvirus über SIS (also nicht durch die TI..) auf einen Praxis-PC herunter zu laden. Er hat hierzu das Testvirus über eine „https“-Verbindung heruntergeladen. „https“ steht aber für „http over TLS“ und bezeichnet eine verschlüsselte http-Verbindung zwischen dem Praxis-PC und dem Webserver, auf dem die Datei abgelegt ist. SIS kann/muss laut Spezifikation aber nur „für unverschlüsselte Protokolle Content-Filter für aktive Inhalte bereitstellen“ (Seite 33 der Spezifikation). Wie Herr Ernst auch selbst bemerkt hat, denn „lediglich bei http (Port 80) wurde der EICAR geblockt“.

    Genau deswegen schreibt die KBV: „Zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Virenschutz und die Nutzung von sicheren Passwörtern sind auch nach dem Anschluss an die TI erforderlich.“ Weil schadhafte Programme oder Email-Anhänge über verschlüsselte Verbindungen nicht herausgefiltert werden.

    SIS ist kein Allheilmittel. Die Funktion des SIS ist laut Spezifikation: „Der grundlegende Schutz der angebundenen Teilnehmer vor dem öffentlichen Internet wird über eine Application-Level-Gateway-Paketfilter-Struktur (P-A-P) entsprechend den Vorgaben des BSI zur Konzeption von Sicherheitsgateways [BSI-SiGw] gewährleistet.“

    Besseren Schutz erhalten Sie wahrscheinlich durch den Einsatz einer „Next Generation Firewall“, die weitere Sicherheitsfunktionen bereithält. Sprechen Sie hierzu am Besten mit Ihrem Praxis-EDV-Berater, der Ihnen Auskunft zu Funktion und Kosten geben können sollte. Alternativ wenden Sie sich bitte an die EDV-Abteilung Ihrer KV.

    Wir raten generell zur Vorsicht, was die Nutzung von Webseiten und Internet-Email auf Ihrem Praxis-PC betrifft.

    Wir möchten Sie an dieser Stelle auch noch einmal auf die Technische Anlage zu den Hinweisen und Empfehlungen zur ärztlichen Schweigepflicht (PDF, externer Link), herausgegeben von der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, hinweisen.

    Abschließend möchten wir noch einmal klarstellen, dass wir die Verlautbarungen von MEDI GENO weder bestätigen noch entkräften können oder wollen. Dieser Artikel dient dazu, Ihnen öffentlich einsehbare Dokumente, Pressemittelungen und Spezifikationen zu den jeweils genannten „Sicherheitslücken“ anzubieten – um Sie und unsere Kollegen an der Hotline zu entlasten.

    Ihr PsyPrax-Team