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Telematik Infrastruktur

ePA – Die elektronische Patientenakte

Ab 2021 können gesetzlich Versicherte mit der ePA ihre Gesundheitsdaten in eine Art digitalem Patientenbuch speichern. Die Nutzung der ePA ist freiwillig, und nur die Versicherten selbst entscheiden, welche Dokumente in der ePA gespeichert werden, und wer Zugriff darauf erhält. Ob überhaupt eine ePA angelegt wird, entscheidet der Patient alleine.

Nach dem Notfalldatenmanagement (NFDM) und dem elektronische Medikationsplan (eMP) folgt die elektronische Patientenakte (ePA) als weitere medizinische Anwendung der Telematikinfrastruktur. Dafür sind kostenpflichtige Erweiterungen der Konnektor-Software und dem PsyPrax32-Programm notwendig, die Sie von Ihrer KV erstattet bekommen.

In der aktuellen Konnektor-Version 4.1.3 sind die notwendigen Anpassungen umgesetzt und sie steht für Sie bereit. Machen Sie bitte zunächst ein PsyPrax32-Update. Wenn es dann beim Konnektor-Update zu Meldungen kommt, mit denen Sie nichts anfangen können, lesen Sie bitte in dieser Anleitung, was zu tun ist.

Das PsyPrax32-ePA-Modul wird Ende Juni über ein Internet-Update bereitgestellt. Somit werden PVS-Modul und secunet- Konnektor-Update fristgerecht zur Verfügung stehen.

Der eHBA/ePtA kann über unser Partnerportal medisign bestellt werden.

Sollten Sie weitere Fragen über die unten stehenden Fragen hinaus haben, richten Sie Ihre Anfrage bitte an ehealth@psyprax.de

 
Fragen zur notwendigen Technik, Bestellung, Verfügbarkeit

  1. Sie müssen die ePA-Komponenten nicht proaktiv bei uns bestellen. Das PVS-Modul und das secunet-Konnektor-Update werden fristgerecht zur Verfügung stehen. Wir haben Ihnen einen Newsletter gesendet, den Sie als Nachweis herzeigen können.

    Alle Kund:innen, die ein TI-Paket von anderen Anbietern bezogen haben, sollten sich dort nach der Verfügbarkeit der Konnektor-Updates erkundigen. Aktuell haben die Konnektoren KoCo-Box und RISE-Konnektor noch keine PTV4-(ePA)-Zulassung (Stand 10.06.2021).

    Von einigen KVen wissen wir, dass die Verfügbarkeit von Konnektor- und PVS-Update erst in der Abrechnung des dritten Quartals 2021 überprüft wird.

  2. Drei Bausteine sind für die ePA notwendig:
    • einen PTV4 – Konnektor, das heißt einen Konnektor mit ePA-Software-Update und Lizenzfreischaltung.
    • einen elektronischen Heilberufeausweis, mit dem Sie signieren können.
    • das ePA-Modul für Ihr PsyPrax32, damit Sie die ePA-Funktionen aus PsyPrax32 heraus komfortabel nutzen können.
  3. Nein, ihr bestehender Konnektor braucht ein Software-Update, das aktuell für Sie bereit steht. Die Lizenzfreischaltung wird im Juli über ein weiteres Update erfolgen.
  4. Nein. Die ePA-Inhalte werden über die bestehenden Verbindungen von PsyPrax32 und dem Konnektor abgerufen.
  5. Für das NFDM und den eMP kann je nach Anzahl der Betriebsstättenfälle ein zusätzliches Gerät beantragt werden. Ob das für die ePA auch möglich ist, klären Sie bitte mit Ihrer KV.
  6. In der Finanzierungsvereinbarung der KBV (externer Link) sind folgende Pauschalen festgelegt:

    • 400 Euro für das Update zum ePA-Konnektor (einmalig)
    • 150 Euro für die PVS-Anpassung (einmalig)
    • 4,50 Euro für die laufenden Betriebskosten (pro Quartal)

  7. Die Patient:innen haben ein gesetzliches Recht darauf, dass Sie auf deren Wunsch Inhalte in die ePA einstellen. Sie können hier in einem gemeinsamen Gespräch ausloten, ob die gewünschten Inhalte sinnvoll in der ePA abzulegen sind, vielleicht welchen Mehrwert die Patient:innen darin sehen. Welche Konsequenzen eine Eskalation des Sachverhalts haben kann, beprechen Sie bitte mit Ihrer Kammer und/oder Ihrer KV, da wir hier keine Rechtsberatung anbieten können.
  8. Wenn Sie über unser Partnerportal medisign bestellen, finden Sie unter dem Menüpunkt Bestellung bei Schritt 2 ein Erkärvideo und eine Anleitung. Im medisign-Supportcenter (externer Link) finden Sie weitere Hilfestellungen.
  9. Dazu haben wir Ihnen diese Anleitung vorbereitet.
  10. Die Ausweispflicht betrifft alle niedergelassenen Psychotherapeut*innen mit einem Kassensitz, ermächtigte Psychotherapeut*innen oder auch Sicherstellungsassistent*innen. Sie gilt für Psychotherapeut*innen unabhängig davon, ob sie in einer Praxisgemeinschaft oder Berufsausübungsgemeinschaft, als Angestellte in einer Praxis, in einer Jobsharing-Partnerschaft oder in einem Medizinischen Versorgungszentrum arbeiten.

    Für Psychotherapeut*innen in einer Privatpraxis besteht keine Ausweispflicht. Sie benötigen einen ePtA nur, wenn auch sie die Telematikinfrastruktur nutzen wollen.

    Ob Angestellte in Krankenhäusern einen ePtA benötigen, hängt von dem jeweiligen Krankenhaus ab und muss bei der Krankenhausleitung erfragt werden.

    Einen ePtA können nur approbierte Psychotherapeut*innen beantragen, Psychotherapeut*innen in Ausbildung dagegen nicht.

    Quelle: Psychotherapeutenkammer Niedersachsen (externer Link)

  11.  
    Fragen zur elektronischen Patientenakte

    1. Das entscheidet jeder Versicherte selbst.

      Es wird beispielsweise möglich sein, Röntgenbilder oder Arztberichte in der ePA abzulegen, aber auch Blutwerte, Informationen zu Allergien, Impfungen, Medikation und Vorbehandlungen.

       

    2. Erstmal nur der Versicherte selbst. Zudem kann der Versicherte Ärzten und Psychotherapeuten eine zeitlich begrenzte Zugriffsberechtigung auf seine ePA gewähren.

      Zum Erteilen eines zeitlich limitierten Zugriffsrechts wird die elektronische Gesundheitskarte des Versicherten eingelesen, und der Versicherte muss seine persönliche Geheimzahl am Kartenlesegerät der Praxis eingeben. Behandler können dadurch zunächst nur gemeinsam mit dem Versicherten und nach expliziter Freigabe vom Versicherten auf die ePA zugreifen.

      Wie lange das Zugriffsrecht gilt, ist vom Versicherten festlegbar. Der Zugriff kann beispielsweise für einen Tag, oder gerade bei einer längerfristigen Behandlung auch für einen längeren Zeitraum wie ein Jahr erteilt werden. Das zeitlich begrenzte Zugriffsrecht kann vom Versicherten jederzeit widerrufen werden, beispielsweise unter Verwendung einer eigens für die ePA bereitgestellten App.

      In Zukunft können Versicherte auch anderen an die Telematikinfrastruktur (TI) angebundenen Leistungserbringer, beispielsweise Apotheken, Krankenhäusern oder Zahnärzten temporären Zugriff auf ihre ePA erteilen.

    3. Nur wenn der Patient es ausdrücklich erlaubt (temporäres Zugriffsrecht), ist es dem Behandler möglich, ein Dokument in der ePA abzulegen.

      Ärzte und Psychotherapeuten mit vom Patienten erteilten Zugriffsrecht können über die TI ein Dokument aus PsyPrax32 in die ePA hochladen. Dabei wird das für die ePA ausgewählte Dokument in die ePA kopiert und ist damit weiterhin in PsyPrax32 gespeichert. Das Hochladen des Dokuments muss gezielt vorgenommen werden, Dokumente werden nicht automatisch in der ePA gespeichert.

    4. Ein Leben lang, außer der Patient löscht sie.

    5. Für das Erfassen, Verarbeiten und Speichern von Patientendaten in der ePA können Ärzte und Psychotherapeuten Leistungsziffern abrechnen. Diese werden zum Teil noch verhandelt, teilweise stehen sie schon fest. Die KBV hat zur Vergütung für das Befüllen der ePA folgende Informationen (externer Link) veröffentlicht.

    6. Webseite der KVNO zur Telematikinfrastruktur (Stellvertretend für alle KVen, die alle meist sehr gute und umfangreiche Informationen bereit stellen.)
      Webseite der KBV zur elektronischen Patientenakte
      Webseite der gematik zur elektronischen Patientenakte

    7.  
       

      NFDM/eMP – Das Notfalldatenmanagement und der elektronische Medikationsplan

      Zu Beginn wurde die Telematik-Infrastruktur genutzt, um in den Praxen das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchzuführen. Dabei werden die Patientendaten die auf der eGK gespeichert sind mit den vorhandenen Daten der jeweiligen Kasse abgeglichen und ggf. aktualisiert.

      Inzwischen sind die ersten medizinischen Anwendungen der TI verfügbar: das Notfalldatenmanagement (NFDM) und der elektronische Medikationsplan (eMP). Dafür waren kostenpflichtige Erweiterungen der Konnektor-Software und dem PsyPrax32-Programm notwendig, die Sie von Ihrer KV erstattet bekommen. Aktuelle Bestellungen werden bereits mit dieser Funktionalität ausgeliefert.

      In der aktuellen Konnektor-Version 3.5.2 wurden die notwendigen Anpassungen umgesetzt. Die Integration der qualifizierten elektronischen Signatur (QES) ist darin enthalten, was in Verbindung mit dem eHBA, der PsyPrax32-Programmerweiterung und dem Konnektor-Upgrade das Notfalldatenmanagement ermöglicht.

      Die Erweiterung der PsyPrax32-Software und des TI-Konnektors, mit den neuen Funktionen (NFDM und eMP), ist für alle Ärzte und Psychotherapeuten verpflichtend, um für die weitern Ausbaustufen qualifiziert zu sein.

      Für Rückfragen zu den Modulen eMP und NFDM stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte stellen Sie diese ausschließlich an folgende E-Mail-Adresse: ehealth@psyprax.de

       

    8. Für die Erstattung bei Ihrer KV gibt es verschiedene Möglichkeiten:

      Wir übermitteln in der Abrechnungsdatei, die Sie am Quartalsende an Ihre KV schicken, den Versionsstand des Konnektors. Bei manchen KVen wird der Erstattungsbetrag automatisch ab der Konnektor-Version 3.5.2 mit der nächsten Abschlagszahlung ausgezahlt. Der Erstattungsprozess kann bei manchen von Ihnen also bereits eingeleitet sein.

      Andere KVen sehen vor, dass Sie im KV-Portal mitteilen, ob die Betriebsbereitschaft für die Fachanwendungen NFDM und eMP gegeben ist. Den Stand oder den Ablauf der Erstattung erfragen oder schauen Sie bitte bei Ihrer KV nach.

      Wir haben Ihnen eine Linkliste mit den Informationen der KVen zusammengestellt:

    9. Die Funktionserweiterung mit NFDM und eMP kostet für alle Nutzer des Konnektors einmalig jeweils 530,- Euro. Die zugehörige Rechnung erhalten Sie im 2. Quartal 2021 von uns.
      Durch die Betriebsbereitschaft für NFDM und eMP erhöhen sich die monatlichen Betriebs- und Wartungskosten um 1,50 Euro.

      Alle Nutzer des Konnektors bekommen diese Beträge vollständig erstattet.

      Aktuelle Bestellungen werden bereits mit dieser Funktionalität bepreist und ausgeliefert.

      Die Finanzierungsvereinbarung der NFDM/eMP-Ausstattung können Sie der Homepage der KBV entnehmen.

    10. Ärztliche Psychotherapeuten oder Fachärzte benötigen für die Nutzung einen eHBA.

      Grundsätzlich brauchen alle Behandlerinnen und Behandler einen eHBA/ePtA, um auf Gesundheitsdaten zugreifen zu dürfen.

      Sie können den eHBA/ePtA bei unserem Partnerportal bestellen unter www.eHBA.de/psyprax

    11. Die gematik hat zu diesen Prozessen jeweils eine 4-Schritte Anleitung veröffentlicht, die wir Ihnen an dieser Stelle auch zur Verfügung stellen:

      Anlegen eines eMedikationsplans

      Auslesen eines eMedikationsplans

      Anlegen eines Notfalldatensatzes

      Auslesen eines Notfalldatensatzes

    12. Anspruch auf ein zusätzliches Kartenlesegerät hat man je angefangene 625 Betriebsstättenfälle. Die Pauschale beträgt dann 595,00 € je Terminal. Besprechen Sie die Erstattung des Kartenlesegerätes vorab mit Ihrer KV.

      Die Finanzierungsvereinbarung der NFDM/eMP-Ausstattung können Sie der Homepage der KBV entnehmen.

    13. Die Seiten der KBV und der gematik empfehlen wir als weiterführende Informationsquellen.

      Informationen zum eMP:
      KBV (externer Link)
      gematik (externer Link)

      Informationen zum NFDM:
      KBV (externer Link)
      gematik (externer Link)