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Telematik Infrastruktur

Fragen zur Installation der Telematikinfrastruktur in Ihrer Praxis

  1. Grundsätzlich bestimmen Sie bzw. Ihr Systemadministrator das Installationsszenario in Ihrer Praxis. Ob Sie einen Reihenbetrieb oder einen Parallelbetrieb wünschen, teilen Sie den Technikern bitte spätestens zum Installationsbeginn mit. Sollen Sie diese Entscheidung bereits zur Terminvereinbarung getroffen haben, teilen Sie sie bereits zu diesem Zeitpunkt mit.

    Bitte teilen Sie diese Entscheidung den zur Installation beauftragten Technikern direkt mit oder den Damen und Herren, die für die Terminvereinbarung zuständig sind. Eine Mitteilung an uns ist nicht notwendig und wird nicht an die zuständigen Stellen weitergeleitet.

  2. Besprechen Sie diese Frage am Besten mit dem Administrator Ihrer Praxis. Wenn Sie (noch) keinen Administrator haben, oder selbst für die IT-Umgebung in Ihrer Praxis zuständig sind, lesen Sie bitte zuerst die folgenden Dokumente:

    Informationsblatt – Anschluss einer medizinischen Einrichtung (externer Link, PDF) der gematik (externer Link) sowie die

    Technische Anlage zu den Hinweisen und Empfehlungen zur ärztlichen Schweigepflicht Datenschutz und Datenverarbeitung in der Arztpraxis (externer Link, PDF) der Bundesärztekammer (externer Link) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (externer Link)

  3. Umstände, die für eine Installation im Reihenbetrieb sprechen sind u.a.:

    – Die Praxis hat vor der Installation der Telematikinfrastruktur über keinen Internetanschluss verfügt

    – Die Praxis wird nicht professionell administriert und es ist keine Firewall vorhanden

    – Alle Geräte und Drucker in der Praxis sind über USB-Kabel oder Netzwerkkabel miteinander verbunden. Netzwerkgeräte haben keine feste IP-Konfiguration, sondern beziehen die IP-Adresse vom DHCP-Server

    – Die Praxis möchte die zusätzlichen Sicherheitsfunktionen des Konnektors (Firewall) und des VPN-Zugangsdienstes (SIS) nutzen

    Umstände, die für eine Installation im Parallelbetrieb sprechen sind u.a.:

    – In der Praxis besteht bereits ein Netzwerk, in welchem mehrere Geräte vorhanden sind, die für den reibungslosen Praxisbetrieb (mit PsyPrax32) notwendig sind (z.B. Dokumenten-Server, NAS für tägliche Backups, Netzwerkdrucker)

    – In der Praxis sind Computer vorhanden, die auf die Datenbank von PsyPrax32 zugreifen müssen (Netzwerkinstallation), aber lediglich per WLAN verbunden werden können

    – Das Netzwerk wird bereits professionell administriert und eine entsprechend konfigurierte Firewall ist bereits vorhanden

    – In der Praxis werden kabelgebundene VoIP-Telefone verwendet, die über festinstallierte Netzwerksteckdosen mit dem Router verbunden sind

    – Es wird über Remote-Desktop oder andere VPN-Lösungen auf die Rechner in der Praxis zugegriffen (z.B. von Administratoren oder „von Zuhause aus“)

    – Der PC wird auch für private Zwecke genutzt (Generell nicht empfehlenswert)

    Diese Listen werden laufend ergänzt.

  4. Nein, natürlich nicht.

    Für den Verbindungsaufbau des Konnektors zur Telematikinfrastruktur werden nur wenige Ports in Ihrer Firewall nach außen benötigt. Eingehende Ports müssen für den Verbindungsaufbau nicht geöffnet werden.

    Sollten Änderungen an Ihrer Firewall notwendig sein, müssen diese von Ihrem Systemadministrator vorgenommen werden.

    Eine Übersicht über die verwendeten Ports finden Sie und Ihr Systemadministrator auf Seite 46 im Bedienhandbuch des modularen Konnektors (externer Link, PDF) der secunet AG (externer Link).

  5. Die Netztrennung ist ein Reihenbetrieb aus Sicht des Praxis-PC. Es gibt dann zusätzlich noch Computer in der Praxis, die direkt mit dem Router verbunden sind, und dann keine Verbindung mehr zum Praxis-PC aufbauen können. Somit sind die „Netze“ in Ihrer Praxis von einander getrennt.
  6. Sie finden diese Information im Installationsprotokoll unter der Frage „Wurde die Installation im Reihenbetrieb oder im Parallelbetrieb durchgeführt“. Sie können auch nachsehen, wie viele Netzwerkkabel mit dem Konnektor verbunden sind. Sind zwei Netzwerkkabel verbunden, handelt es sich um einen Anschluss im Reihenbetrieb.
  7. Ihre Praxis ist genau so sicher, wie sie vor der Installation der TI war. Ob die von Ihnen im Vorfeld getroffenen Maßnahmen ausreichen, besprechen Sie am Besten mit Ihrem Systemadministrator.

    Was feststeht ist, dass ein Anschluss des Konnektors im Parallelbetrieb die vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen weder aushebelt noch schlechter stellt. Die von Ihnen erhobenen Daten müssen von Ihnen entsprechend den Vorgaben des Gesetzgebers gesichert und geschützt werden.

    Beachten Sie zu dieser Frage bitte unter anderem die Veröffentlichungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung:

    Technische Anlage zu den Hinweisen und Empfehlungen zur ärztlichen Schweigepflicht Datenschutz und Datenverarbeitung in der Arztpraxis (Stand 22.06.2018) (externer Link, PDF)

    Praxisinfo: Datenschutz-Grundverordnung – Was Praxen jetzt tun müssen (Stand 23.03.2018) (externer Link, PDF)

    Auf der Webseite TI-Anschluss: Tipps rund um den Installationstermin (externer Link) schreibt die KBV u.a.:

    Zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Virenschutz und die Nutzung von sicheren Passwörtern sind auch nach dem Anschluss an die TI erforderlich. Die KBV rät deswegen, ein gesamthaftes Sicherheitskonzept für die Praxis zu haben. Dies gilt unabhängig davon, ob die Installation in Reihen- oder Parallelbetrieb vorgenommen wird.

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